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Anwenderbericht: COPY, Brescia - Mit modernen Technologien Schritt halten

Reportage foratura profonda in COPY Srl Coccaglio - IMSA

Das Lohnunternehmen COPY aus dem Raum Brescia ist seit 1996 auf die Branche des Werkzeug- und Formenbaus spezialisiert und führt Grob- und Feinbearbeitungen sowie Tieflochbohrarbeiten auf Matrizen, Stempeln und Teilen für Werkzeuge und Formen aus. Was das Tieflochbohren betrifft, vertraut die Firma COPY auf die Lösungen des italienischen Herstellers I.M.S.A.

 

ÜBERSETZUNG des in der italienischen technischen Zeitschrift „COSTRUIRE STAMPI“ - Ausgabe Publitec - im Mai 2018 erschienenen Artikels.

 

In der Provinz Brescia, Italien, und zwar im Ort Coccaglio, ist das Lohnunternehmen Copy Srl tätig, das sich einer weitreichenden Kompetenz auf dem Gebiet der Nachformung und Herstellung von kleinen und großen Kunststoff-Spritzgussformen, Druckgussformen und Tiefziehwerkzeugen rühmen kann.

Innovation, erstklassige Qualität, Erfahrung und Flexibilität - erklärt Sergio Conter, gemeinsam mit Massimo Paris Inhaber der Firma - sind die Stärken, auf die unsere Geschäftstätigkeit ausgerichtet ist und die uns die Wertschätzung von Seiten des Marktes garantieren. Dank des Einsatzes modernster Technologien kann unser Unternehmen die Konstruktion und den Bau von Werkzeugen mit unterschiedlichen und komplexen Formen analysieren und dabei eine hohe Qualität und eine schnelle Ausführung gewährleisten”.

Die Gründung der Firma Copy im Jahr 1996 ist dem Unternehmergeist der beiden Inhaber zu verdanken. “Wir haben mit zwei Maschinen in einer gemieteten Halle begonnen. Im Laufe der Jahre konnten wir unsere Geschäftstätigkeit durch kontinuierliche Investitionen erweitern und ausbauen”. Und so ist die Firma aus der Provinz Brescia 2004 in eine neue Halle in der Nähe des ehemaligen Standorts umgezogen, um den Kunden eine höhere Produktionseffizienz zu garantieren.

Durch ständiges Engagement und höchste Sorgfalt bei der Entwicklung von Formen und Werkzeugen konnte die Firma Copy ihr Wachstum fortsetzen. “Unser Industriebetrieb befindet sich in starker Expansion und aus diesem Grund wurde vor kurzem erneut eine Erweiterung der Produktionsstätte nötig, um neue Maschinen unterzubringen”, erklärt Herr Conter.

Derzeit beschäftigt die Firma zwanzig Mitarbeiter, die ihrer Tätigkeit auf einer überdachten Fläche von ca. 2500 m2 nachgehen.

 

Der Schwerpunkt liegt in der Automobilbranche

Den Kernmarkt der Firma Copy bildet die Automobilbranche (die etwa 80 % des Umsatzes ausmacht), für die Teile von Werkzeugen für Stoßfänger, Armaturenbretter, Dachstrukturen, Schalldämmungen und weitere Komponenten gefertigt werden. “Unser Geschäftsfeld umfasst neben der Automobilbranche derzeit Landmaschinen und das Design”, betont Herr Conter.

Die Firma ist vorwiegend auf dem italienischen Markt tätig, auf dem etwa 80 % des Umsatzes erzielt werden. “Seit einiger Zeit arbeiten wir mit einer Einrichtung in Turin zusammen, die uns bei der Erschließung ausländischer Märkte, besonders des deutschen Marktes, unterstützt”, so Herr Conter.

Um mit den modernen Technologien Schritt zu halten, verfügt die Firma über einen Maschinenpark, der die Bearbeitung von mittelgroßen und großen Werkzeugen (6.000 x 2.200 x 1.000 mm) erlaubt.

Die Bearbeitungen variieren je nach den Bedürfnissen der Auftraggeber, weshalb die von der Firma Copy verwendeten Werkstoffe von Stahl bis Aluminium reichen.
 “Wir können Teile für Werkzeuge, Matrizen, Stempel, Bewegungselemente und Formrahmen herstellen, betont Herr Conter.

Die Produktionsabteilung ist mit vier Fräsmaschinen mit 3+2 Achsen, einer Fräsmaschine mit 5 kontinuierlichen Achsen, sieben Fräsmaschinen mit 3 Achsen sowie zwei Tieflochbohrmaschinen ausgestattet. “Unsere drei Laufkräne verfügen über eine maximale Tragfähigkeit von 20 Tonnen, so dass stets ein schnelles Teilehandling sichergestellt ist”, erklärt Herr Conter.

Die Firma aus dem Raum Brescia ist mit sechs CAD-/CAM-Arbeitsplätzen zur Generierung der Werkzeugbahnen ausgestattet, die mit allen Maschinen in der Werkstatt vernetzt sind.
 “Wir besitzen darüber hinaus zwei CAM-Arbeitsplätze für die Bahnen der Tieflochbohrungen”, sagt Herr Conter.


 

Schwerpunkt Industrie 4.0

Ein äußerst aktuelles Thema lautet Industrie 4.0 und diesbezüglich unternimmt die Firma Copy konkrete Schritte zur Digitalisierung ihrer Werkstatt.

“Für eine effiziente Verwaltung unseres Maschinenparks haben wir eine Unternehmenssoftware erworben, mit der wie die Produktion auf jeder einzelnen Maschine genau planen können”, erklärt der Werkstattleiter Giorgio Alimonti. “Dies ist auch in der Angebotsphase sehr hilfreich. Derzeit wird in der Unternehmenssoftware die Möglichkeit implementiert, die Kosten der einzelnen Werkzeuge für jeden Auftrag zu unterteilen. Und wir arbeiten an einem elektronischen Werkzeugmagazin mit Barcodes, um einen besseren Überblick über unsere Produktion im Digitalformat zu erhalten”.

 

Tieflochbohren

Die Tätigkeiten in Verbindung mit dem Tieflochbohren haben im Laufe der Jahre im Alltag der Firma Copy immer mehr an Bedeutung gewonnen. “Unsere erste Tieflochbohrmaschine war das Modell IMSA 1500. Wir haben sie vor ungefähr sieben Jahren gekauft und sie ist noch immer in Betrieb. Es handelte sich um eine Gebrauchtmaschine eines unseres Kunden, die von I.M.S.A. nachgerüstet wurde”, erklärt Herr Conter. “Mit dieser Maschine können wir Bearbeitungen ausführen, die von einem Mindestdurchmesser von 6 mm bis zu einem Höchstdurchmesser von 25 mm reichen”.

Die positive Erfahrung mit diesem Maschinenmodell hat die Inhaber der Firma Copy dazu veranlasst, sich auch für den zweiten Kauf, der letztes Jahr getätigt wurde, an I.M.S.A. zu wenden. “Es war der Moment gekommen, den Maschinenpark um ein Modell zu erweitern, das Durchmesser von 5 bis 40 mm bohren kann. Angesichts der im Laufe dieser Jahre entstandenen Zusammenarbeit war es für uns selbstverständlich, die neue Maschine, bei der es sich um das Modell MF1600S handelt, bei I.M.S.A. zu kaufen”, so Herr Alimonti. “Ein Unterscheidungsmerkmal der Maschine besteht in der Möglichkeit, doppelt schräge Bohrungen sowie Hinterschnitte auszuführen, sehr wichtige Eigenschaften, da ein Werkzeug auf diese Weise mit einer einzigen Positionierung bearbeitet werden kann”.

Für die Bohrmaschine MF1600S haben die Konstrukteure von I.M.S.A. ein System für die Umschaltung zwischen Bohren und Fräsen entwickelt, das nur eine einzige Spindel verwendet und keinen manuellen Eingriff erfordert.

Das Tieflochbohr- und Fräszentrum MF1600S ist für die Bearbeitung von Werkzeugen bis 20 Tonnen und Bohrtiefen bis 1.600 mm bestimmt. Die flüssigkeitsgekühlte ISO 50 Spindel mit einer Leistung von 17 kW und einer Drehzahl von 4.500 U/min bietet nicht nur beim Tieflochbohren, sondern auch bei allen Vor- und Endbearbeitungen der Bohrungen hohe Leistungen. “Die Vorbearbeitung der Bohrungen wird normalerweise tagsüber ausgeführt, während die Bohrbearbeitungen während der Nacht bedienerlos stattfinden”, erklärt Herr Alimonti.

Auf der X-Achse ist der Werkstück-Drehtisch positioniert, der horizontal um 3.000 mm verfährt. Der Ständer bewegt sich vollständig entlang der Querachse Z (1.500 mm). Darauf ist der Träger mit dem Bohr- und Frässchlitten, von -15° bis +30° schwenkbar, montiert, der vertikal über 1.600 mm verfährt (Y-Achse). Diese Lösung bietet den Vorteil, dass die Maschine zwei Extremsituationen mit identischem Ansatz bewältigen, das heißt für mittelgroße und große Werkzeuge eingesetzt werden kann. Aufgrund des großen Hubs entlang der Z-Achse des Ständers, mit einem Hub über Tisch von 500 mm, kann die Maschine sowohl einen 800x800 mm Block mit einer einzigen Positionierung in der Tischmitte als auch ein 3.000 x 2.000 mm großes Werkzeug bearbeiten.

Automatischer Übergang vom Bohren zum Fräsen

Die Umschaltung vom Tieflochbohren auf Fräsbearbeitung erfolgt dank des I.M.S.A. Swing On Top-Systems durch zwei vollautomatische Zyklen, die über M-Funktionen programmiert werden. Die Umschaltung dauert 120 Sekunden. Der Bearbeitungswechsel kann ohne Beisein und Eingriff des Bedieners durchgeführt werden: Es müssen weder Teile der Bearbeitungseinheit ein- oder ausgebaut noch der Einlippenbohrer und dessen Zubehör demontiert werden.

Die Bohrfuttereinheit mit Spänekasten und Autofokus-Lünetten wird nach oben geschwenkt, so dass die ISO 50 Spindel in Richtung Vorderseite der Bearbeitungseinheit verfahren und für die Fräsbearbeitungen frontal positioniert werden kann.

Die MF1600S verfügt über eine ISO 50 Spindel der letzten Generation mit Direct Drive-Antrieb und flüssigkeitsgekühltem Motor. Dadurch können ein Drehmomentwert von 324 Nm in S1 und eine Drehzahl von bis zu 4.500 U/min erreicht werden.

Das Swing On Top-System nutzt eine Bohrfuttereinheit mit sämtlichen Stützelementen, die beim Übergang zur Fräsebearbeitung abgekuppelt und vollständig gekippt wird. Aufgrund der von der I.M.S.A.-Ausführung garantierten Steifigkeit können zwischen zwei Nachschleifvorgängen des Bohrers auch 35 Meter gebohrt werden und die technischen Lösungen der MF1600S garantieren die nötige Zuverlässigkeit, um während dieses Zeitraums bedienerlos zu arbeiten.

 

Umfassende technische Lösungen

Das Tieflochbohrzentrum MF1600S verfügt über eine neue Kinematik für die Neigung des Kopfes, so dass sich der Drehmittelpunkt vollständig vor dem Ständer befindet. Dadurch lassen sich die bei Bohrbearbeitungen mit geneigtem Schlitten nötigen Überläufe minimieren. Diese Mechanik ist darüber hinaus mit einem Winkelmesssystem mit Lesekopf und einem hydraulischen Spannsystem gekoppelt.

Ein ähnliches Konzept kommt bei I.M.S.A. auch für den Drehtisch zur Anwendung, der speziell für die Anforderungen des Tieflochbohrens ausgelegt ist: Auf dem Drehtisch der MF1600S werden ein Winkelmesssystem mit Lesekopf und ein dreifaches hydraulisches Spannsystem montiert.

Auf die Anforderungen des Tieflochbohrens ist auch das Ölmanagement abgestimmt. Denn für ein optimales Ergebnis beim Tieflochbohren sind Temperatur, Druck und Reinheitsgrad des Öls grundlegende Parameter. Die MF1600S ist mit zwei verschiedenen Pumpen für Hoch- und Niederdruck, mit einer automatischen Filtereinheit sowie mit einem Wärmetauscher zur Kühlung des Öls ausgestattet. Die Maschine wird mit Bodenwannen und Volleinhausung geliefert.

Abgesehen von den technischen Eigenschaften der Maschine ist die Firma Copy auch mit dem von I.M.S.A. gebotenen Service sehr zufrieden. “Unsere Firma misst dem Kundenservice große Bedeutung bei und diesbezüglich hat l.M.S.A. unsere Erwartungen voll und ganz erfüllt. Bisweilen ist ein Anruf ausreichend, um unsere Zweifel zu klären. Ich möchte jedoch hervorheben, dass wir bisher noch nie Probleme mit der Maschine hatten”, schließt Herr Alimonti.

 

Copy Srl - Coccaglio (BS) Italia

 

 

Dieses Artikel ist über:

MF1600S

Tiefbohrfräs-Maschine mit schwenkbarer Bearbeitungseinheit für große Formen und Bauteile bis 20 Tonnen

  • Bauteilgröße (Durchmesser in Drehung): bis Ø 3.600mm
  • Horizontale Achse X (Tischverschiebung): 3.000 mm, vertikaler Achse Y: 1.600 mm
  • Dank Drehtisch und neigbarer Bohr-Fräseinheit doppelt geschwenktes (5-Achsen) Bohren
  • Bohrtiefe in einem Durchgang: 1.600 mm
  • Optimaler Bohrdurchmesser: 4-32 mm Vollbohrung, 40 mm mit Pilotbohrung
  • ISO50 Tiefbohr/Frässpindel 17kW, 4.500rpm, flüssiggekühlt
  • Fräsbearbeitungen: dank der Umschalteinrichtung "Swing on Top IMSA System" ist die Einzelspindel ISO50 für Tiefbohren und Vor-und Nachverarbeitung verwendet. Vollautomatische Umschaltung.
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